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Freizeit & Gesundheit


Skulpturenspaziergang

Skulpturen prägen das Gesicht einer Stadt. Man begegnet ihnen an vielen Ecken und nimmt sie doch oft nur beiläufig wahr. Dieser Rundgang führt entlang grüner Wege und passiert zahlreiche Kunstwerke. Er soll den Blick auf die Objekte lenken und gibt Erläuterungen zu den einzelnen Werken.

Ausgangspunkte: a) Parkplatz an der Ludwig-Thoma-Wiese P3 oder b) S-Bahnhof Dachau

Weglänge: ca. 5 km

Dauer: ca. 1 bis 1,5 Stunden

Anspruch: leichte Tour entlang grüner Wege und Wasserwege

Einkehr: Bayr. Gaststätte mit Biergarten "Drei Rosen", Café DAH-Inn, sowie zahlreiche Cafés und Restaurants im Altstadtbereich

Wegbeschreibung
a) Vom Parkplatz an der Ludwig-Thoma-Wiese, den Altstadtberg im Rücken, gehen wir in Richtung der Schulgebäude. Wir halten uns rechts der Gebäude, passieren die Amperbrücke und gehen bis zur Schleißheimer Straße, die wir queren. Hier halten wir uns rechts bis wir links in die Lindenallee einbiegen. Nach ca. 230 m erreichen wir die Brunnenanlage am Sparkassenplatz.
b) Vom S-Bahnhof (Ausgang: Busbahnhof/Altstadt) aus gehen wir durch die Unterführung unter der Frühlingstraße, folgen der Langhammerstraße über den Gröbenbach und erreichen die Brunnenanlage am Sparkassenplatz

Brunnenanlage Sparkassenplatz, 1984, Reinhold Grübl, Eisen und Granit: Als erstes begegnet uns ein großes Schöpfrad. Hier liegt der Ursprung in der von Reinhold Grübl als einheitliches Gesamtkonzept gestalteten Brunnenanlage. Das Schöpfrad speist das Wasserbecken an der Rückseite des Sparkassengebäudes über die sechs Wassertröge aus Granit am Rande des Beckens. Der Brunnen schafft eine Spiegelfläche des dahinter liegenden Gebäudes. Beide Brunnen bilden einen geschlossenen Wasserkreislauf, der das fließende Wasser des Gröbenbachs aufgreift und in einen Zusammenhang zur Architektur stellt.

Wer durch den Durchgang tritt findet zwei weitere Brunnen vor, die ebenfalls zum Gesamtkonzept gehören. Ein Wasserbecken aus einem Granit-Monolith, das von einem Quellstein in einer Ecke gespeist wird. Als Pendant zum großen Becken an der Rückseite hat der Künstler am Rand des Platzes ein flächiges Wasserspiel, die sogenannte Kaskade, angeordnet. Dadurch, dass der Künstler am Bau den gleichen Granit verwendet hat fügen sich Brunnen und Architektur zu einem einheitlichen Ganzen.

Wir gehen zurück durch den Durchgang und folgen rechts dem Gröbenbach. Rechterhand befindet sich ein weiteres Kunstwerk, der Kentaur. Wenn der Blick nach links schweift entdecken wir hoch oben den Späher.

Kentaur, 1992, Reinhold Grübl, Bronze/Eisenrohr: Der Kentaur, ein Mischwesen aus Mensch und Pferd. Nach dem Tod des Künstlers wurde diese Skulptur nach einem Orginalmodell im Maßstab 1:1 angefertigt. Aus geometrischen Formen setzt Grübl das Zwitterwesen wie im Baukastensystem zusammen. Es symbolisiert Kraft und Stärke.

Der Späher, 1992, Nicolas Lavarenne, Bronze/Eisenrohr: Hoch oben, auf einem Gestell aus drei Rohren thront ein durchtrainierter, nackter Mann. Die linke Hand schützt seine Augen vor der Sonne und sein Blick ist weit in die Ferne gerichtet. Der französische Künstler war 1995 zu Gast in Dachau bei der "Gruppe D", einer Dachauer Künstlergemeinschaft.

Wir folgen weiter dem Bach, bis wir die Münchner Straße erreichen. Nach der Querung der Münchner Straße geht der Weg nach links, bis zur Hermann-Stockmann-Straße. Wir biegen nach rechts in die Hermann-Stockmann-Straße und folgen ihr auf der rechten Straßenseite. Nach Querung der Oskar-von Miller-Straße erreichen wir den Wallachpark. Es begrüßt uns ein Trachtenpaar.

Unser Weg führt noch ein kleines Stück weiter entlang der Hermann-Stockmann-Straße und dann gleich nach rechts in den Wallachweg. Im Hof der Wohnanlage finden wir vier Tierplastiken vor.

Tierplastiken im Wallachpark, 1985, Karl Halt-Troßbach, Bronze: Mit den Tierplastiken von Pfau, Schildkröte, Haubentaucher und Schnecke verknüpft der Künstler die Natur mit der Umgebung des Menschen. Auch durch den nahe gelegenen Gröbenbach ist diese Verknüpfung gegeben. Er diente zur Wäsche der Stoffe, die in den Wallachwerken gewebt und gedruckt wurden.

Anmerkung: Die Familie Wallach wurde im Anschluss an die Reichspogromnacht im November 1938 gezwungen Dachau zu verlassen. Max und Melitta Wallach wurden später in Auschwitz ermordet. An sie erinnern heute zwei Stolpersteine in der Oskar-von-Miller-Str. 1.

Es geht weiter auf dem Wallachweg bis zum Gröbenbach. Hier wenden wir uns nach rechts. Wenn wir die Straße erreichen queren wir die Brücke und biegen gleich wieder rechts auf den Uferweg ein. Der Weg geht in die Gabelsbergerstraße über. Wir folgen ihr für ca. 500 m bis wir die Schillerstraße erreichen. Wir queren die Schillerstraße (am besten an der Ampel etwas rechts) und folgen ihr ein kurzes Stück nach links, bis wir rechts in die Gröbenrieder Straße gehen. Wir biegen in die dritte Straße nach links, die Fladstraße. Am Straßenende geht es rechts in die Uhdestraße. Anschließend links in die Herzog-Albrecht-Straße und gleich wieder rechts in die Moorbadstraße.

- An heißen Tagen kann man sich rechter Hand in der Kneipp-Anlage erfrischen. –

Wir überqueren den Holzgartenkanal und biegen nach rechts in die Ludwig-Dill-Straße. Bei Erreichen der Münchner Straße geht es nach links. Auf der Amperbrücke befindet sich eine Christophorus-Skulptur.

Wir überqueren den Fluss, halten uns an der Gabelung links und wandern den Karlsberg hinauf. An der Mauer der Rathausgarage befindet sich eine Nachbildung des Münchner Tores.

Münchner Tor, 1992, Stephen Lander, Bronze: Einst wurde der Markt Dachau durch Wall und Graben geschützt. Man konnte nur über die drei Marktore in den Ort gelangen. Das Münchner Tor wurde 1790 beim Ausbau des Karlsberges abgetragen.

Wir gehen die Straße bis zur Konrad-Adenauer-Straße weiter, halten uns rechts und befinden uns auf dem Rathausplatz. Direkt vor uns befinden sich zwei Kunstpoller. Wenn der Blick nach oben schweift, sehen wir den Balkonfries über dem Rathauseingang. Begeben wir uns durch den Durchgang, sehen wir am Rathausgebäude einen Wasserspeiher.

Prellsteine, 1976, Reinhold Grübl, Granit: Einst vier Steine, stehen heute nur noch zwei der achteckigen Steine. Jeder ist individuell gefertigt und dient der Gliederung des Platzes. Außerdem bieten sie eine Sitzgelegenheit und laden zum Verweilen ein.

Balkonfries, 1976, Reinhold Grübl, Granit: Im Einklang mit der Architektur fertigte Reinhold Grübl den Balkon aus einem Stück. Die dahinter liegende Glasfront spiegelt eindrucksvoll die St. Jakobskirche.

Wasserspeiher, 1976, Reinhold Grübl, Muschelkalk: Als Kunst am Bau ist der Wasserspeiher zu betrachten. Über ein offenes Rohr aus bulgarischem Muschelkalk rinnt das Wasser zum Versickern auf den Boden.
 
Auf der Rathausterrasse finden wir außerdem die alte Burgfriedensäule. Im Durchgang zwischen Terrasse zum Rathausvorplatz befindet sich ein Skulpturenpaar.

 

Burgfriedensäule, 1816, Künstler unbekannt, Marmorsäule auf Nagelfluhsockel: Einst stand die Säule an der Straßenecke Konrad-Adenauer-Straße / Mittermayerstraße. Zusammen mit einem Zollhaus grenzte sie den "alten Markt" ein. Heute steht sie als Zeuge des mittelalterlichen Marktes auf der Rathausterrasse.

Arbeiter / Mutter mit Kind, 1929, Walter von Ruckteschell, Muschelkalk: Ehemals schmückten beide Figuren das frühere AOK Gebäude. Nach dessen Abriss fanden die beiden Objekte einen neuen Ort im Rathausdurchgang. Die Mutter-Kind Statue zeigt sich in inniger Umarmung und bildet eine starke Einheit. Der Arbeiter verkörpert in seiner aufrechten Haltung, aufgekrempelten Ärmeln und  auf einen Hammer gestützt Arbeitskraft und Stärke. 

Nun begeben wir uns wieder auf den Rathausplatz in Richtung Taschner-Brunnen.

Wir folgen der Konrad-Adenauer-Straße bergab und erreichen nach kurzer Zeit den Roßmarktbrunnen.

Roßmarktbrunnen, 1810, Johann Straßgschwandner, Marmor: Der Roßmarktbrunnen hat eine sehr bewegte Geschichte. Eine erste Erwähnung eines "gemein Pronnen vom Rossmarckht" findet sich bereits 1634. Der Brunnen in der jetzigen Form wurde 1810 vor dem Rathaus aufgestellt. 1919 musste er dem Taschner Brunnen weichen und wurde in der Augsburger Straße aufgestellt. 1954 wurde er wegen Beschädigung abgebaut und nach einer Restaurierung 1967/68 Ecke Konrad-Adenauer-/Jocherstraße aufgebaut. An seinem heutigen Standort steht er seit 1994.

Ein Stück weiter bergab sehen wir auf der linken Straßenseite ein Relief des Freisinger Tors.

Wir wechseln wieder die Straßenseite und gehen die Martin-Huber-Treppe hinunter. Unten angelangt halten wir uns rechts und begeben uns in die Grünanlage. Nach kurzer Zeit sehen wir eine Männerskulptur.

Männlicher Akt "Der Stern", Jörg Kausch, 1993, Bronze: Der Titel der Skulptur bezieht sich auf die gleichnamige Tarotkarte und steht somit für Hoffnung, Weisheit und Einblick in höhere Zusammenhänge.

Wir sind nun am Ende unserer Tour angekommen. Autofahrer müssen nur noch die Straße queren und Bahnreisende folgen der Beschreibung zum Sparkassenplatz und begeben sich dann nach links Richtung Bahnhof.

Die Wanderung als Download

PDF-DateiSkulpturenspaziergang (PDF-Datei, 0,87 MB)

Tourenkarte

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