Die Städtepartnerschaft zwischen Fondi und Dachau wurde im Jahre 1998 geschlossen.
Fondi ist eine Stadt in der Provinz Latina in der italienischen Region Latium. Sie liegt 117 km südöstlich von Rom, 104 km nordwestlich von Neapel und 57 km östlich von Latina.
Die Stadt Fondi liegt in einem Tal zu Füßen der Aurunci-Berge und der Ausoni-Berge, die das Tal zu drei Seiten schließen. Offen ist das Tal zur vierten Seite in Richtung des Thyrrenischen Meers.
Die zwei Berge Monte delle Fate (1090 m) und Monte Calvilli (1102 m), speisen die zahlreichen Quellen des Tals, sodass Wassermangel in Fondi ein Fremdwort ist, was auch von der Präsenz von drei Seen untermauert wird. Dieser Wasserüberschuss machte vor allem vom 17. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Trockenlegungen von Sümpfen, die das Fondi-Tal unfruchtbar machten nötig. Hierdurch gibt es heute in Fondi-Tal viel Ackerland.
Der Lago di Fondi mit seiner Oberfläche vom ca 3,8 km² ist ein gutes Beispiel für einen Küstensee. Dank der zwei Verbindungen zum Meer, dem Canale Sant' Anastasia und dem Canneto, erzeugen Ebbe und Flut des Meeres im Lago di Fondi abwechselnd Süß- und Salzwasser. Die anderen zwei Küstenseen im Fondi-Tal sind der Lago Lungo und der Lago di S. Puoto.
Die Küste die sich ca 13 km zwischen Terracina und Sperlonga an Fondi entlang zieht ist berühmt für ihren feinen Sand. Zum größten Teil ist der Strand von Dünen begrenzt, die größtenteils erhalten sind.
Die Stadt liegt an der historischen Römerstraße Via Appia der heutigen Strada Stradale SS7. Außerdem liegt Fondi mit dem Bahnhof
Fondi-Sperlonga an der wichtigen Zugstrecke Rom-Neapel.
Das erste Mal in der Geschichte erwähnt wird Fondi während des latinischen Kriegs, als seine Einwohner das eingeschränkte römische Bürgerrecht erhielten.
Dies wird von Titus Livius auf das Jahr 338 v. Chr. datiert. Die Wichtigkeit von Fondi in antiker Zeit wurde durch den Bau der Via Appia, (Baubeginn 312 v.Chr.) stark gesteigert. Diese beteutende Rolle behielt Fondi auch in den folgenden Jahrhunderten. Im Mittelalter war diese Zone im südlichen Kirchenstaat auch wichtig für die Beziehungen zwischen dem Kirchenstaat und dem Königreich Neapel.
Im Jahre 1378 vereinte Onorato I Caetani in Fondi das Konklave, das Clemens VII als Gegenpapst zum legitimen Papst Urban VI wählte.
In der nachfolgenden Zeit stand Fondi zuerst unter aragonesischer Verwaltung und später unter der römischen Adelsfamilie Colonna, unter der, speziell unter Giulia Gonzaga, die von 1526 bis 1534 regierte, Fondi eine architektonische, künstlerische und kulturelle Blütezeit erlebte.
Die guten klimatischen Konditionen und die ausreichend vorhandenen Bewässerungsmöglichkeiten haben eine intensive landwirtschaftliche Nutzung der Umgebung Fondis möglich gemacht. Die lokale Wirtschaft ist stark auf die Landwirtschaft konzentriert: Auf die Produktion und Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten. Fondi ist nach Paris, Sitz des weltweit zweitgrößten Großhandels für Agrar- und Lebensmittelprodukte, der jedes Jahr ca. 1,15 Millionen Tonnen Ware verkauft. Die früher vorrangig angebauten Zitrusfrüchte wurden in den letzten Jahren von einem intensiven Anbau von Gemüse, Frühobst aus Gewächshäusern und Obst aller Art überrundet.
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