Veranstaltungs­details

DOPPELSPUR
15. Feb - 29. Mär 2020

Doppelspur

 

Holz- und Papierschnitte von Gisela Oberbeck

und Gemälde von Thomas Petresy

 

Ausstellung im Dachauer Wasserturm

 

Der Titel der Ausstellung, Doppelspur, steht zum einen metaphorisch für die parallelen Lebensbahnen des Künstlerpaars und zum anderen für die Spuren, welche die beide durch ihre Kunstwerke hinterlassen.

 

Gisela Oberbeck studierte Malerei und Grafik zuerst in Stuttgart und später in München. Dort lernte sie in der Klasse des gemeinsamen Lehrers, Professor Fruhtrunk, den gebürtigen Ungarn Thomas Petresy kennen. Beide sind viel gereist; Thomas Petresy hatte am Anfang seiner künstlerischen Karriere 5 Jahre in Paris verbracht, wo er das Leben der typischen Montmartre-Maler lebte, Gisela hatte 4 Jahre in der Türkei gearbeitet. Ihr gemeinsamer Sehnsuchtsort ist Frankreich, wohin sie immer wieder zurückkehren. Das Paar lebt und arbeitet in einer Atelierwohnung in der Münchener Messestadt Riem.

 

Der Ausgangspunkt für Gisela Oberbecks Arbeiten ist die Grafik. Mit großem handwerklichen Können verwendet sie diverse Techniken und stellt Druckgrafiken, Holzschnitte, Papier-Schattenbilder, Collagen und Unikat-Künstlerbücher her, teilweise in außergewöhnlichen Formaten. Ihre Hauptthemen sind Figur und Fläche, Mensch im Kontext zur Natur, Pflanzenstrukturen, das Verhältnis zwischen Körper und Raum oder, im erweiterten Sinne, zwischen Mensch und Umgebung. Detailorientiert, präzise und analytisch studiert sie die Ausgangsformen, welche sie später stark abstrahiert oder aufbricht und neu ordnet. Mit ihrem Eigenverlag edition go nimmt sie regelmäßig an Künstlerbuchmessen auf der ganzen Welt teil.

 

Thomas Petresys kleinformatige Bilder, meist Ölfarbe auf Leinwand auf Karton aufgezogen, stellen eine einzigartige Erlebniswelt dar. Ausgehend von einem konkreten Motiv sucht er nach universellen und archetypischen Inhalten. Sein Stil ist nahezu zeitlos, unabhängig von den aktuellen zeitgenössischen Trends und weist häufig Referenzen an die großen Malertraditionen der Postimpressionisten und Surrealisten auf. Die Genrebilder zeigen oft Stadtansichten, Landschaften oder heitere Szenen unter freiem Himmel, während die surrealistischen Fantasiebilder dem Ausdruck von Träumen, Visionen oder spirituellen Erlebnissen freien Raum bieten.

 

Die künstlerischen Ausdrucksweisen und die Thematik der zwei scheinbar sehr verschiedenen Oeuvres ergänzen sich komplementarisch und lassen einen spannenden Dialog entstehen.

 

Adrienne Berg MA

 

 

 

 

weitere Veranstaltungsdokumente

Vernissage am 20.3.2020 ab 18 Uhr, Finissage am 29.3. ab 18 Uhr

Öffnungszeiten 21.+22.3. sowie 25.-29.3. von 14-20 Uhr

Veranstaltungsort

Dachauer Wasserturm
Am Hofgartenweg
85221 Dachau

Eintritt
Veranstalter

Förderverein Dachauer Wasserturm e.V
Saazerstr 3
85221 Dachau