Im April 2024 setzte das Erinnerungs- und Demokratieprojekt „Die Rückkehr der Namen“ des Bayerischen Rundfunks (BR) ein starkes Zeichen in der Münchner Innenstadt: Patinnen und Paten erinnerten mit Tafeln an das Schicksal von tausend Münchnerinnen und Münchnern, die vom NS-Regime ermordet wurden. Die Ausstellung in der Versöhnungskirche führt dieses Projekt weiter. Sie bringt die Geschichten mehrerer dieser Münchner zurück an jenen Ort, wo sie zwischen 1933 und 1945 zeitweise inhaftiert waren. Einige von ihnen wurden im KZ Dachau ermordet. Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen Andreas Bönte, inzwischen pensionierter stellvertretender BR-Kulturdirektor und Initiator des Projekts „Die Rückkehr der Namen“, und der Münchner Stadtdekan Dr. Bernhard Liess, Kuratoriumsvorsitzender der Versöhnungskirche. Die Studentin Anna Schlichenmayer stellt das von ihr im Rahmen des Projektes „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ erarbeitete Gedächtnisblatt für Josef Gunzenhäuser vor, dessen Biographie ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird. Sie berichtet über ihre intensive Recherchearbeit und ihre Annäherung an das individuelle Schicksal hinter der Häftlingsnummer.
Eintritt frei.