Historische Altstadt

Dachauer Altstadt

Mit ihrer 1200-jährigen Geschichte bietet die malerische Altstadt Dachau vielfältige Sehenswürdigkeiten, darunter die Gemäldegalerie Dachau und die Wittelsbacher Sommerresidenz Schloss Dachau mit einem einmaligen Ausblick über die Landeshauptstadt München.

 

Klosterstraße in Dachau, bunte Häuser
Klosterstraße, Foto: Stadt Dachau

Historische Bürgerhäuser, Schloss Dachau mit Hofgarten (Wittelsbacher Sommerresidenz), Stadtpfarrkirche St. Jakob, zahlreiche Museen und Galerien, Aussichtspunkte über die Landeshauptstadt München und vieles mehr werden Sie überraschen und begeistern.

Erleben Sie die Dachauer Altstadt bei den offenen Stadtführungen. Gerne vermitteln wir Ihnen auch geführte Rundgänge durch Altstadt, Schloss oder KZ-Gedenkstätte sowie zu Sonderthemen oder im historischen Kostüm.

Erfahren Sie hier mehr über die Stadt Dachau und ihre Historie.

An besonderen, das Stadtbild prägenden Gebäuden, finden Sie Häusertafeln mit Geschichtsinformationen und Anektdoten angebracht.

Bunte Häuserfassaden bilden die reizvolle Silhouette
Historische Häuser der Dachauer Altstadt

Rathaus

Mitten im Herzen der Altstadt liegt das Dachauer Rathaus, der Sitz der Stadtverwaltung. Das erstmals 1486 erwähnte Rathaus wurde in den Jahren 1614/15 umgebaut.

Dreihundert Jahre später war das Gebäude derart baufällig, dass es abgerissen und 1934 durch ein neues Gebäude ersetzt wurde.

Das rasche Wachstum der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg machte die Errichtung eines größeren Rathauses erforderlich.

Durch einen modernen Zwischenbau wurde 1976 das "Alte Rathaus" mit der Fassade des früheren "Lebzelterhauses" verbunden, das sich seit dem 16. Jahrhundert im Besitz von Wachsziehern und Lebzeltern befand.

Der Entwurf des Neubaus kam von Prof. Dr. Werner Fauser, die Steinarbeiten aus der Werkstatt des Bildhauers Reinhold Grübl.

Der Bau wurde durch den Bund Deutscher Architekten preisgekrönt.

Im Durchgang zu den Aussichtsterrassen hinter dem Rathaus (einmaliger Fernblick!) sind zwei Gedenktafeln angebracht, die an Dachaus jüdische Opfer des Holocaust erinnern. Außerdem befinden sich dort Werke von Dachauer Bildhauern.

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Öffnungszeiten
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Zollhäuschen am Karlsberg

Foto von Zollhäusl Dachau, gelbes Häuschen mit blauen Fensterläden und Bank davor. Foto: Stadt Dachau
Zollhäusl, Foto: Stadt Dachau

Hier wurde in früheren Zeiten die Zufahrt in den Markt Dachau geregelt. Wer in die Stadt wollte um Handel zu treiben, musste hier noch bis in das Jahr 1926 Wegzoll entrichten.

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Dachauer Bürgerhäuser: Hörhammer-Bräu und Ziegler-Bräu

Hörhammerbräu

Foto des Hörhammer-Bräus in Dachau. Archivbild, Foto: Stadt Dachau
Hörhammer-Bräu, Archivbild, Foto: Stadt Dachau

Die Geschichte des Hörhammerbräu reicht zurück bis zum Jahr 1569.

Das "Max-Joseph-Zimmer" erinnert an die erste Namenstagsfeier des bayerischen Königs im Jahr 1806.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war die ehemalige Gaststätte für ausgelassene Künstlerfeste bekannt.

Die schön gegliederte Fassade des Hörhammerbräu mit Risaliten und Putzrustika aus dem 18./19. Jahrhundert prägt das Bild der Dachauer Altstadt.

Der Hörhammerbräu ist zur Zeit geschlossen (kein Gaststätten- oder Gasthofbetrieb).

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Zieglerbräu

Foto vom Zieglerbräu in der Dachauer Altstadt mit sommerlichem Himmel über der KOnrad-Adenauer-Straße. Foto: Stadt Dachau
Zieglerbräu und Rathaus in der historischen Altstadt, Foto: Stadt Dachau

Das Zieglerbräu wurde erstmals im Jahre 1608 erwähnt. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1766.

Seine glanzvollste Zeit erlebte die Gastwirtschaft unter dem Brauereibesitzer Eduard Ziegler, als viele Maler und Schriftsteller zu Gast waren, u.a. Wilhelm Leibl, Ignatius Taschner und Ludwig Thoma, nach dem eine Stube des Gasthauses benannt ist.

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Ludwig Thoma/Rauffer Haus

Foto von Raufferhaus-Fassade. Foto: Stadt Dachau
Raufferhaus, Foto: Stadt Dachau

Ludwig Thoma führte von Oktober 1894 bis Mai 1897 seine Anwaltskanzlei im sog. Raufferhaus in Dachau.

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Kirchen und Kapellen

St. Jakob – Katholische Stadtpfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Jakob überragt mit ihrem 44 Meter hohen, achteckigen Turm weithin sichtbar die Dachauer Altstadt.

In den Jahren 1624/25 entstand der heutige Bau im Stil der Spätrenaissance. An dieser Stelle befand sich zuvor eine kleine spätgotische Kirche, aus der die Sakristei und das quadratische Untergeschoß noch erhalten sind.Der barocke Turmaufbau wurde in den Jahren 1676 bis 1678 errichtet.

Unter der Leitung des Münchner Hofbaumeisters Friedrich Sustris erfolgte der Chorbau, das Langhaus wurde nach dem Entwurf von Hans Krumpper erbaut. 1926 wurde die Kirche um ein Joch erweitert.

Die Südseite des Langhauses ziert eine stattliche Sonnenuhr aus dem 18. Jahrhundert, an der nicht nur die Zeit, sondern auch Monat und Sternzeichen abzulesen sind.

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Gottesackerkapelle

Die Kapelle wurde 1627/28 nach Plänen von Hans Krumpper erstellt und in den Jahren 1992 - 1995 renoviert.

Außergewöhnlich ist die oktagonale Bauform. Ein Gedenkstein in der Kapelle erinnert an die Gefallenen Dachaus aus den beiden Weltkriegen.
 

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Brunnen und Skulpturen

Rathausbrunnen

Taschner-Brunnen mit Rathaus im Hintergrund
Taschnerbrunnen, Foto: Stadt Dachau @ Udo Bernhart

Taschner-Brunnen /
König-Ludwig-Brunnen

Der Künstler Ignaz Taschner, der in unmittelbarer Nähe Dachaus lebte, stiftete 1910 der Marktgemeinde Dachau den Entwurf für diesen Brunnen.

Aus rotem Ruhpoldinger Marmor entstand 1919 das Meisterwerk.

Die Mittelsäule zieren Figuren von Bäuerinnen und Bauern in Dachauer Tracht.

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Roßmarktbrunnen

Roßmarktbrunnen in Dachau, dahinter blaues Gebäude "Schuh Rößler"
Roßmarktbrunnen, Foto: Stadt Dachau, Jörg Lutz

Der Roßmarktbrunnen aus dem Jahr 1810 von Johann Straßgschwandner weiß eine bewegte Geschichte zu erzählen. Ein erster "gmein Pronnen vom Rossmarckht" wurde bereits 1634 verzeichnet. Ursprünglich am Rathaus platziert, musste er dem jetzigen Taschner-Brunnen weichen und verschwand in einem Depot. Bis er in einer "Nacht- und Nebelaktion" durch den Bauunternehmer Platzer hervorgeholt wurde und in der Augsburger Straße wieder aufgebaut wurde. 1948 wurde er dann durch einen Bus so stark beschädigt, dass er 1954 erneut entfernt wurde. Erst unter Oberbürgermeister Lorzenz Reitmeier wurde er an seinem jetzigen Standort erneut eingeweiht und steht dort bis heute. 

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St.-Florians-Brunnen

Fot von Teilansicht des Floriansbrunnen und Kirchturm St. Jakob in Dachau. Foto: Stadt Dachau
Teilansicht von Figur am Floriansbrunnen. Foto: Stadt Dachau

Der St.-Florians-Brunnen auf dem Pfarrplatz wurde 1954 von Wilhelm Neuhäuser aus Muschelkalk geschaffen und soll an die früheren Brandkatastrophen erinnern, von denen auch der Markt Dachau nicht verschont wurde.

Weil es im Markt Dachau auf der Anhöhe nur wenige Brunnen gab, war es bei Bränden zweckmäßig, mit möglichst vielen Feuerkübeln eine Menschenkette zu bilden.

Daher musste ca. ab der Mitte des 17. Jahrhunderts jeder Neubürger einen Feuerkübel bereitstellen.

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Brunnen, Hans Landner

Brunnen, Hans Landner, dahinter ein rötliches Haus mit Gastronomie
Brunnen, Hans Landner, Foto: Stadt Dachau, Jörg Lutz

"Die Form des Brunnens von Hans Landner geht auf die Besonderheiten der architektonischen Stadt-"Situation" ein: Durch die Altstadt Dachaus mit ihren Häuserfronten aus dem 17.718. Jahrhundert schlängelt sicht  die enge "Hauptstraße", die sich immer wieder zu kleinen "Dorfplätzen" verbreitert. An drei dieser Plätze haben Brunnen ihren Standort gefunden, darunter auch der von Hans Landner." Dr. Elisabeth Boser 

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Markttore

Bronzenachbildung Freisinger Tor Dachau
Freisinger Tor, Karl Halt-Trosbach, Foto: Stadt Dachau

Von 1390 bis 1891 sicherten drei wuchtige Tore den Eingang zum Markt Dachau, das Münchner Tor, das Augsburger Tor und das Freisinger Tor. Heute zeigen bronzene Nachbildungen am ehemaligen Standort, wie diese Tore aussahen und wo sie den Markt begrenzten.

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Genuss und Einkaufen

Historische Wirtshäuser in der Altstadt

Kochwirt

Fot der Fassade des Traditionswirtshauses "zum Kochwirt" in Dachaus Altstadt, grünes Haus mit Zunftzeichen und Straßenlaterne im Vordergrund. Foto: Stadt Dachau_Jörg Lutz
Traditionswirtshaus "Zum Kochwirt" in Dachaus Altstadt. Foto: Stadt Dachau_Jörg Lutz

Erstmalig 1616 erwähnt, wurde das Anwesen mit angegliederten Stallungen im 17. und 18. Jahrhundert unter zahlreichen verschiedenen Eigentümern bewirtschaftet und bewohnt. Im beginnenden 19. Jahrhundert wurde das Haus mit seiner schönen Renaissancefassade zu einer Gaststätte umgewandelt und wird bis heute als solche betrieben. 

Gaststätten in historischen Gemäuern

Foto vom Haus Heidenberger in der Dachauer Altstadt. Foto: Stadt Dachau_P. Töpperwien
Haus Heidenberger in der Dachauer Altstadt, Foto: Stadt Dachau_P. Töpperwien

Bis heute beherbergen viele historische Gebäude der Dachauer Altstadt z.B. das des Zieglerbräus, des Unterbräus und das Haus Heidenberger gastronomische Betriebe und laden ein, im historischen Ambiente bayerische Schmankerl, griechische Köstlichkeiten oder italienische Spezialitäten zu geniessen. 

Eine Übersicht über die gastronomischen Angebote im Altstadtbereich finden Sie hier.

Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt

Dachauer Schranne mit Wochenmarkt
Wochenmarkt in Dachau, Foto: Stadt Dachau

Verweilen Sie noch ein wenig in den Gassen der Dachauer Altstadt. Die historischen Bürgerhäuser beherbergen neben Restaurants auch vielseitige Einkaufsmöglichkeiten. z.B. einen FAIR Weltladen, Haushaltswaren, Bücher und Antiquitäten, Feinkostläden, Mode und Accessoires, Pflanzen & Tiernahrung uvm. Die Jahr- und Wochenmärkte locken mit regionalen Lebensmittel und Spezialitäten.