Historische Altstadt

Bunte Häuserfassaden bilden die reizvolle Silhouette Historische Häuser der Dachauer Altstadt

Historische Häuser

Häusertafel am Zollhäusl in Dachau
Foto @ Stadt Dachau

An besonderen, das Stadtbild prägenden Gebäuden, finden Sie Häusertafeln mit Geschichtsinformationen und Anektdoten angebracht.

Dachauer Häusertafeln

Rathaus

Konrad Adenauer Str. 2-6
85221 Dachau

Tel. 08131 - 750
stadt@remove-this.dachau.de

Zum Rathaus

Verkehrsverbindung:
Bus 719 / 720 (Rathaus)

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 08:00 - 12:30 Uhr
Donnerstag zus.: 14:00 - 18:00 Uhr

Mitten im Herzen der Altstadt liegt das Dachauer Rathaus, der Sitz der Stadtverwaltung. Das erstmals 1486 erwähnte Rathaus wurde in den Jahren 1614/15 umgebaut.

Dreihundert Jahre später war das Gebäude derart baufällig, dass es abgerissen und 1934 durch ein neues Gebäude ersetzt wurde.

Das rasche Wachstum der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg machte die Errichtung eines größeren Rathauses erforderlich.

Durch einen modernen Zwischenbau wurde 1976 das "Alte Rathaus" mit der Fassade des früheren "Lebzelterhauses" verbunden, das sich seit dem 16. Jahrhundert im Besitz von Wachsziehern und Lebzeltern befand.

Der Entwurf des Neubaus kam von Prof. Dr. Werner Fauser, die Steinarbeiten aus der Werkstatt des Bildhauers Reinhold Grübl.

Der Bau wurde durch den Bund Deutscher Architekten preisgekrönt.

Im Durchgang zu den Aussichtsterrassen hinter dem Rathaus (einmaliger Fernblick!) sind zwei Gedenktafeln angebracht, die an Dachaus jüdische Opfer des Holocaust erinnern. Außerdem befinden sich dort Werke von Dachauer Bildhauern.

Oberbürgermeister Florian Hartmann im Gespräch mit muenchen.TV

Hören Sie hier die Beiträge der Audio-Tour zum Rathaus:

Zollhäuschen am Karlsberg

Am Karlsberg 1a
85221 Dachau
Tel. 08131 / 2 72 86 05

Hier wurde in früheren Zeiten die Zufahrt in den Markt Dachau geregelt. Wer in die Stadt wollte um Handel zu treiben, musste hier noch bis in das Jahr 1926 Wegzoll entrichten.

Hören Sie den Beitrag der Audio-Tour zum Zollhäuschen:

Das Zollhäusl

Foto von Zollhäusl Dachau, gelbes Häuschen mit blauen Fensterläden und Bank davor. Foto: Stadt Dachau
Zollhäusl, Foto: Stadt Dachau

Zieglerbräu und Hörhammerbräu

Konrad Adenauer Str. 8
85221 Dachau

ZIEGLERBRÄU WEBSITE

Verkehrsverbindung:
Bus 720 / 722 (Rathaus)

Ehemals sieben Sudhäuser beherbergte die Dachauer Altstadt. Die Gebäude des Unterbräu, Hörhammerbräu und Zieglerbräu prägen bis heute das Erscheinungsbild des einstigen Marktes. Ihre glanzvollste Zeit erlebten die Gasthäuser im historischen Altstadtkern zu Zeiten der Künstlerkolonie, als viele Malerinnen und Maler und Schriftsteller zu Gast waren.

Hören Sie hier den Beitrag der Audio-Tour zu zwei dieser markanten Gebäude der Altstadt: dem Hörhammer-Bräu und dem Ziegler-Bräu.

Dachauer Bürgerhäuser

Rauffer Haus

Augsburger Str. 13
85221 Dachau

Verkehrsverbindung:
Bus 719/720/722 (Rathaus)

Ludwig Thoma führte von Oktober 1894 bis Mai 1897 seine Anwaltskanzlei im sog. Raufferhaus in Dachau.

Hören Sie hier den Beitrag der Audio-Tour zum Rauffer Haus:

rauffer haus

Ludwig-Thoma-Haus

Augsburger Str. 23
85221 Dachau

Verkehrsverbindung:
Bus 719/720/722 (Mittermayerstraße oder Rathaus)

Nutzung: Veranstaltungsort und Atelier von Christa Spencer www.christa-spencer.de

Fotografie der Gebäude in der Augsburger-Straße 23 in Dachau, das Ludwig-Thoma-Haus und Haus Heidenberger mit Madonna an der Fassade
Foto: Stadt Dachau @ Florian Bachmeier

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte das Anwesen zur gegenüberliegenden Wirtschaft Unterbräu. Der sogenannte Unterbräustadel diente als Veranstaltungsraum, hier fanden von 1903 bis 1906 die Dachauer Weihnachtsspiele statt. Im Ersten Weltkrieg wandelte sich der Unterbräustadel zum Katholischen Gesellschaftshaus und zum Mittelpunkt des katholischen Vereinslebens. Teile der seit 1919 dort aufgebauten Bibliothek wurden im Zweiten Weltkrieg dem KZ Dachau für eine Lagerbibliothek zur Verfügung gestellt. 1933 übernahm die NSDAP das „Gesellschaftshaus“ als Veranstaltungshaus.

Das erste Lichtspielhaus Dachaus hatte hier seine Räumlichkeiten. Als dieses schloss, baute die Stadt Dachau 1973/74 das Gebäude zu einem Vereins- und Veranstaltungshaus um; 1991/92 wurde es erweitert und neugestaltet. Das Relief im Eingangsbereich (Steinsäule mit Dachauer Stadtsilhouette) stammt aus dieser Umbauphase und ist von Karl Halt Trossbach.

Heute ist das städtische Veranstaltungshaus ein Zentrum des Dachauer Kulturlebens.

Kirchen und Kapellen

St. Jakob – Katholische Stadtpfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Jakob überragt mit ihrem 44 Meter hohen, achteckigen Turm weithin sichtbar die Dachauer Altstadt.

In den Jahren 1624/25 entstand der heutige Bau im Stil der Spätrenaissance. An dieser Stelle befand sich zuvor eine kleine spätgotische Kirche, aus der die Sakristei und das quadratische Untergeschoß noch erhalten sind. Der barocke Turmaufbau wurde in den Jahren 1676 bis 1678 errichtet.

Unter der Leitung des Münchner Hofbaumeisters Friedrich Sustris erfolgte der Chorbau, das Langhaus wurde nach dem Entwurf von Hans Krumpper erbaut. 1926 wurde die Kirche um ein Joch erweitert.

Die Südseite des Langhauses ziert eine stattliche Sonnenuhr aus dem 18. Jahrhundert, an der nicht nur die Zeit, sondern auch Monat und Sternzeichen abzulesen sind.

Gottesackerkapelle

Gottesackerstraße | 85221 Dachau

Tel. 08131 - 36380
Die Kapelle ist tagsüber geöffnet.

Verkehrsverbindung:
Bus 720/722 (Alter Friedhof)

Die Kapelle wurde 1627/28 nach Plänen von Hans Krumpper erstellt und in den Jahren 1992 - 1995 renoviert.

Außergewöhnlich ist die oktagonale Bauform. Ein Gedenkstein in der Kapelle erinnert an die Gefallenen Dachaus aus den beiden Weltkriegen.

Hören Sie hier den Beitrag der Audio-Tour:

GOTTESACKERKAPELLE

    Brunnen und Skulpturen

    Rathausbrunnen

    Konrad-Adenauer-Str. 2 - 6
    85221 Dachau

    Verkehrsverbindung:
    Bus 720/ 722 (Rathaus)

    Taschner-Brunnen mit Rathaus im Hintergrund
    Taschnerbrunnen, Foto: Stadt Dachau @ Udo Bernhart

    Taschner-Brunnen /
    König-Ludwig-Brunnen

    Der Künstler Ignaz Taschner, der in unmittelbarer Nähe Dachaus lebte, stiftete 1910 der Marktgemeinde Dachau den Entwurf für diesen Brunnen.

    Aus rotem Ruhpoldinger Marmor entstand 1919 das Meisterwerk.

    Die Mittelsäule zieren Figuren von Bäuerinnen und Bauern in Dachauer Tracht.

    Roßmarktbrunnen

    Konrad-Adenauer-Straße 20
    85221 Dachau

    Verkehrsverbindung:
    Bus 720/ 722 (Gottesacker)

    Roßmarktbrunnen in Dachau, dahinter blaues Gebäude "Schuh Rößler"
    Roßmarktbrunnen, Foto: Stadt Dachau, Jörg Lutz

    Der Roßmarktbrunnen aus dem Jahr 1810 von Johann Straßgschwandner weiß eine bewegte Geschichte zu erzählen. Ein erster "gmein Pronnen vom Rossmarckht" wurde bereits 1634 verzeichnet. Ursprünglich am Rathaus platziert, musste er dem jetzigen Taschner-Brunnen weichen und verschwand in einem Depot. Bis er in einer "Nacht- und Nebelaktion" durch den Bauunternehmer Platzer hervorgeholt wurde und in der Augsburger Straße wieder aufgebaut wurde. 1948 wurde er dann durch einen Bus so stark beschädigt, dass er 1954 erneut entfernt wurde. Erst unter Oberbürgermeister Lorzenz Reitmeier wurde er an seinem jetzigen Standort erneut eingeweiht und steht dort bis heute. 

    St.-Florians-Brunnen

    Pfarrstraße 7
    85221 Dachau

    Verkehrsverbindung:
    Bus 720/722 (Rathaus)

    Foto von Teilansicht des Floriansbrunnen und Kirchturm St. Jakob in Dachau. Foto: Stadt Dachau
    Teilansicht von Figur am Floriansbrunnen. Foto: Stadt Dachau

    Der St.-Florians-Brunnen auf dem Pfarrplatz wurde 1954 von Wilhelm Neuhäuser aus Muschelkalk geschaffen und soll an die früheren Brandkatastrophen erinnern, von denen auch der Markt Dachau nicht verschont wurde.

    Weil es im Markt Dachau auf der Anhöhe nur wenige Brunnen gab, war es bei Bränden zweckmäßig, mit möglichst vielen Feuerkübeln eine Menschenkette zu bilden.

    Daher musste ca. ab der Mitte des 17. Jahrhunderts jeder Neubürger einen Feuerkübel bereitstellen.

    Hören Sie hier den Beitrag der Audio-Tour: 

    Pfarrplatz mit Florians-Brunnen

      Brunnen, Hans Ladner

      Augsburger Straße 17
      85221 Dachau

      Verkehrsverbindung:
      Bus 720/ 722 (Mittermayerstraße)

      Brunnen, Hans Landner, dahinter ein rötliches Haus mit Gastronomie
      Brunnen, Hans Ladner, Foto: Stadt Dachau_Jörg Lutz

      "Die Form des Brunnens von Hans Ladner geht auf die Besonderheiten der architektonischen Stadt-"Situation" ein: Durch die Altstadt Dachaus mit ihren Häuserfronten aus dem 17./18. Jahrhundert schlängelt sich die enge "Hauptstraße", die sich immer wieder zu kleinen "Dorfplätzen" verbreitert. An drei dieser Plätze haben Brunnen ihren Standort gefunden, darunter auch der von Hans Ladner." Dr. Elisabeth Boser

      Markttore

      Bronzenachbildung Freisinger Tor Dachau
      Freisinger Tor, Karl Halt-Trosbach, Foto: Stadt Dachau

      Von 1390 bis 1891 sicherten drei wuchtige Tore den Eingang zum Markt Dachau, das Münchner Tor, das Augsburger Tor und das Freisinger Tor. Heute zeigen bronzene Nachbildungen am ehemaligen Standort, wie diese Tore aussahen und wo sie den Markt begrenzten.

      Hören Sie die Beiträge der Audio-Tour zu den Stadttoren:

      Augsburger Tor 

      Freisinger Tor

        Genuss und Einkaufen

        Historische Wirtshäuser in der Altstadt

        Foto vom Haus Heidenberger in der Dachauer Altstadt. Foto: Stadt Dachau_P. Töpperwien
        Haus Heidenberger, Foto: Stadt Dachau

        Gastlichkeit in historischen Gemäuern

        Bis heute beherbergen viele historische Gebäude der Dachauer Altstadt z.B. das des Zieglerbräus, des Unterbräus, der Kochwirt und das Haus Heidenberger gastronomische Betriebe und laden ein, im historischen Ambiente bayerische Schmankerl, griechische Köstlichkeiten oder italienische Spezialitäten zu geniessen. 

        Eine Auswahl an gastronomischen Angeboten im Altstadtbereich finden Sie hier.

        Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt

        Dachauer Schranne mit Wochenmarkt
        Wochenmarkt in Dachau, Foto: Stadt Dachau

        Verweilen Sie noch ein wenig in den Gassen der Dachauer Altstadt. Die historischen Bürgerhäuser beherbergen neben Restaurants auch vielseitige Einkaufsmöglichkeiten. z.B. einen FAIR Weltladen, Haushaltswaren, Bücher und Antiquitäten, Feinkostläden, Mode und Accessoires, Pflanzen & Tiernahrung uvm. Die Jahr- und Wochenmärkte locken mit regionalen Lebensmittel und Spezialitäten.